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Würdest du das auch mit einem großen Hund machen? Warum kleine Hunde im Alltag oft übergangen werden


Eine Beobachtung aus meinem Alltag als Hundetrainerin

Wenn ich unterwegs bin, sehe ich bestimmte Situationen fast täglich.

Auf Spaziergängen durch Wohngebiete .In der Fußgängerzone. Bei Veranstaltungen oder in Hotels.

Und auffällig oft betrifft es kleine Hunde.

Ich sehe Menschen, die ihre kleinen Hunde an der Leine hinter sich herziehen. Ich sehe hektisches Zerren an der Leine, wenn der Hund stehen bleibt. Ich sehe kleine Hunde, die einfach hochgehoben werden – mitten aus einer Situation heraus.

Nicht aus böser Absicht. Aber erstaunlich häufig.

Warum kleine Hunde oft anders behandelt werden

Der Grund ist einfach: Kleine Hunde lassen sich leichter bewegen.

Ein kleiner Hund kann schnell hochgehoben werden. Er kann über die Leine leicht „sortiert“ werden. Man kann ihn schneller aus einer Situation herausnehmen.

Bei einem großen Hund wäre das deutlich schwieriger.

Genau deshalb passiert es bei kleinen Hunden viel öfter.

Was das für den Hund bedeutet

Für Hunde ist es wichtig, ihre Umwelt selbst einschätzen zu können.

Sie beobachten, schnüffeln, bauen Abstand auf oder nähern sich vorsichtig an. Diese kleinen Entscheidungen helfen ihnen, Situationen zu bewältigen.

Wenn ein Hund jedoch:

  • an der Leine mitgezogen wird

  • hektisch korrigiert wird

  • oder plötzlich hochgehoben wird

verliert er genau diese Möglichkeit.


Der Hund kann dann nicht mehr:

  • ausweichen

  • beschwichtigen

  • Abstand aufbauen

  • oder selbst entscheiden.

Das erzeugt bei vielen Hunden Stress oder Unsicherheit.

Die Perspektive eines kleinen Hundes

Ein weiterer Punkt wird oft unterschätzt: die Perspektive.

Ein kleiner Hund bewegt sich auf Knöchelhöhe durch eine Welt voller Beine, Fahrräder, Kinderwagen und anderer Hunde.

Viele Reize sind für ihn näher, größer und schneller.

Dazu kommt, dass kleine Hunde häufig ungefragt angefasst oder hochgehoben werden. Dadurch erleben sie im Alltag deutlich mehr körperliche Eingriffe als große Hunde. Gleichzeitig wird ihre Kommunikation häufig übergangen oder belächelt.

Kleine Hunde brauchen keinen strengeren Umgang

Kleine Hunde brauchen keine härtere Führung. Sie brauchen genau das Gleiche wie jeder andere Hund:

  • Zeit zum Beobachten

  • Möglichkeiten zum Schnüffeln

  • Wahlmöglichkeiten im Verhalten

  • respektvollen Umgang mit ihrem Körper.

Ein kleiner Hund darf stehen bleiben. Er darf schauen. Er darf Abstand nehmen.

Genau wie ein großer Hund.

Ein einfacher Perspektivwechsel

Manchmal hilft eine einfache Frage:

Würde ich mit einem großen Hund genauso umgehen?

Wenn die Antwort nein ist, lohnt sich ein kurzer Moment zum Nachdenken.

Denn egal ob vier oder vierzig Kilo – für den Hund selbst macht seine Körpergröße keinen Unterschied.

Seine Bedürfnisse bleiben die gleichen.

Wenn du deinen kleinen Hund fair und bedürfnisorientiert begleiten möchtest, melde dich gern bei mir.

 
 
 

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